Dies ist ein sehr alter Beitrag. Er stammt aus der Zeit vor der thematischen Neuausrichtung dieses Blogs. Möglicherweise sind die folgenden Informationen veraltet!

oder 200… oder 1000… die Grenze ist offen. Als jemand, der mit Medien arbeitet, ist man ständig darauf angewiesen, am Ball zu bleiben. Insbesondere bei den neuen Medien entwickelt sich alles so rasend schnell, dass man Mühe hat, noch mitzukommen. Man betrachte nur einmal die Entwicklungen der letzten 10 Jahre.

Um dieser Informationsflut Herr (oder Dame) zu werden, kann man eine Technologie verwenden, die auch bereits 10 Jahre alt ist, und zwar RSS.

Technik von RSS

RSS steht für „Really Simple Syndication“, also eine besonders einfache Aggregation von Einträgen. Das kennen und benutzen meist nur Geeks, deswegen möchte ich es hier ein wenig näher beleuchten:

RSS ist Standard auf modernen Webseiten und in vielen Systemen bereits installiert. Habt ihr beispielsweise ein WordPress-Blog laufen, so werden eure Einträge auch standardmäßig per RSS veröffentlicht. RSS sind z.B. die letzten 10 Einträge in eurem Blog, oder die letzten Kommentare, die bei euch geschrieben wurden. Alles was auf einer Webseite regelmäßig erscheint, kann als RSS erscheinen. RSS ist dabei reine Information, also keine Webseite drumherum, nur Titel, Inhalt, Autor und Link zum Originalbeitrag. Wenn ihr euch das mal in Reinform anschauen wollt, klickt einfach mal hier: http://feeds.feedburner.com/Mediengestaltercc

Das eine Seite so einen Service anbietet, erkennt man an einem ganz bestimmten Icon, das so oder in abgewandelter Form zu sehen ist:

 

 

Dies findet ihr auf den Seiten selbst oder in modernen Browsern, wie z.B. dem Firefox, sieht man dieses Symbol oben rechts in der Adresszeile.

Wie lese ich RSS-Feeds?

Um diese Inhalte, die sogenannten Feeds, nutzen zu können, braucht man spezielle Software. Moderne Browser können RSS-Feeds als Lesezeichen abspeichern, so dass man innerhalb eines Browsers ständig die neusten Nachrichten im Blick hat.

 

 

 

 

 

 

 

Aber noch bequemer geht es mit eigens dafür entwickelter Software, sogenannte RSS-Reader. Für Windows gibts da z.B. den kostenlosen Feedreader3 und für Mac gibts den kostenlosen NetNewsWire. Plattformübergreifend ist da noch der Google Reader. Der ist webbasiert und lässt sich somit auch bequem von unterwegs abrufen.

Die RSS-Links auf den verschiedenen Webseiten kann man dann kopieren und in diesen Programmen einfügen. Ggf. kann man dann noch das Intervall anpassen, in dem regelmäßig die Webseiten nach Neuem überprüft werden sollen.

Bei mir habe ich derzeit ca. 150 Webseiten gleichzeitig im Blick, schön geordnet und alle halbe Stunde wird aktualisiert. So erspare ich mir, die Webseiten ständig einzeln anzusurfen. Äußerst bequem! Wenn ein neues jQuery Plugin erscheint, neues in der IT passiert, jemand einen CSS Trick hat oder ein Tutorial veröffentlicht, dann wissen ich und die anderen RSS-Abonnenten es als erste.

Also, auch wenn ihr euch nicht für Geeks haltet, probiert es mal aus, es lohnt sich! Und ihr Geeks da draußen, schreibt mir mal eure liebsten RSS Feeds in die Kommentare, ich brauch immer was neues 😉

Andreas Poschen ist ein Spezialist für Konzeption, E-Commerce, UX und Digital Marketing aus Aachen. Er arbeitet als Product Owner Smart Home für Web, iOS und Android bei einem IT-Mittelständler und schreibt in diesem Blog über seine Arbeit als PO und seine Gedanken. Folgt ihm gerne auf:

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3 Kommentare zu “Wie man 100 Webseiten gleichzeitig liest – Eine RSS Anleitung für Normalsurfer

  1. Chris on

    Super Anleitung! So was wollte ich auch irgendwann mal geschrieben haben für all die Leute in meinem Bekanntenkreis, die täglich mit dem durchklicken von zig Seiten beschäftigt sind! Nun verschicke ich einfach diesen Link q:

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  2. Andi on

    Naja die hundert Abonnenten hier und die paar Besucher am Tag kennen RSS warscheinlich eh schon, aber vielleicht ergoogelt sich das mal einer und wird erleuchtet 🙂

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