Dies ist ein sehr alter Beitrag. Er stammt aus der Zeit vor der thematischen Neuausrichtung dieses Blogs. Möglicherweise sind die folgenden Informationen veraltet!

Jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit bekomme ich eine Menge Radiowerbung auf die Ohren und viele Autoaufkleber mit Werbung zu Gesicht. Und jedes Mal frage ich mich: Irgendwer mit Ahnung muss das doch gestaltet haben? Irgendwer mit Grips sollte den Leuten doch sagen können, was eine gute oder schlechte Adresse ist. Oder stellt das die gleiche Firma her, die auch die ganzen Genitiv-Apostroph-Schilder herstellt?

Beispiel: Vor mir fährt eine x-beliebige Malertruppe. Auf dem Auto steht groß: www.malerbetrieb-meyer-mueller-schultze.de (erfundenes Beispiel). Bleibt mir das in Erinnerung? Garantiert nicht. Gar zu schweigen von der Schreibweise, wars jetzt Schulze? Oder Schultz? Warum nicht anstreicherjungs.de oder wir-bringen-farbe-ins-leben.de? Da kann man ganze Sätze als Domain verwenden, die sind trotzdem x-mal einprägsamer als so ein langweiliger Standard.

Andere Sache zu Domainnamen, die man unterschiedlich schreiben kann. Hier mal ein echtes Beispiel: Kurz vor der Jeckenzeit wird hier in der Gegend Werbung für einen der größten Karnevalsläden in der Umgebung gemacht. Deutlich wird auf die Domain hingewiesen: karnevalswirtz.com. Wirtz ist hier in der Gegend ein ganz normaler Name. Schade nur, dass die Firma aus den Niederlanden kommt und die eigentliche Domain karnevalswierts.com lautet. Die Leute hier waren immerhin so klug beide Schreibweisen zum Ziel führen zu lassen. Aber viele werbetreibende Firmen nennen irgendwelche Namen, die man in 10 Varianten schreiben kann. Also wenn ich soviel Geld für einen Radiowerbung ausgegeben hätte, hätte ich mir für ein paar Cent eine einpräsame und unmissverständliche Domain geleistet.

Ein schönes Beispiel ist hier die Firma Union Investment. Die machen Werbung für ihre Altersvorsorge. Aber nicht mit www.union-investment.de oder ähnlichem. Sowas merkt sich keiner. Bei ihnen ist es ein rundum konsistent entworfenes Projekt, was sich um ein Sprichwort dreht. Sie machen Werbung mit der Redewendung „Seine Schäfchen ins Trockene bringen“. Und so wird auch geworben, mit Schafen in Regenmänteln und der Adresse www.bring-mich-ins-trockene.de. Sowas bleibt hängen!

Andreas Poschen ist ein Spezialist für Konzeption, E-Commerce, UX und Digital Marketing aus Aachen. Er arbeitet als Product Owner Smart Home für Web, iOS und Android bei einem IT-Mittelständler und schreibt in diesem Blog über seine Arbeit als PO und seine Gedanken. Folgt ihm gerne auf:

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