Dies ist ein sehr alter Beitrag. Er stammt aus der Zeit vor der thematischen Neuausrichtung dieses Blogs. Möglicherweise sind die folgenden Informationen veraltet!

Es ist schon aufregend, wie durch das Internet Jahrhunderte alte Medienstrukturen aufgebrochen werden. Den Massenmedien, die in letzter Zeit eigentlich nur Wiederkäuer von Regierungserklärungen geworden sind, stehen Millionen von Blogs gegenüber, die im Einzelnen zwar subjektive Meinungen bringen, aber in der Masse der Meinungsbildung dienen, weil man differenzieren kann und jede Seite anhört. Hat schon einigen Hass von Journalisten gebracht, vermutlich weil sie ihre Felle wegschwimmen sehen.

Und auch Magazine bekommen erheblich Konkurrenz von Onlinependants, die schneller, flexibler und meist billiger sind. Dementsprechend brechen bei allen Printprodukten die Auflagen ein.

Da hilft eigentlich kein Jammern oder Wehren. Die starren deutschen Verlage sollten sich mit der neuen Welt arrangieren und neue Produkte anbieten, anstatt zu jammern.

TV im Web

Aber die Intention meines Beitrages ist eine andere. Und zwar diese: Während der Rest der Welt, insbesondere Amerika, die Zukunft des TV testen, wird eben diese durch eine Grundsatzentscheidung des obersten Gerichts in Deutschland unter Strafe gestellt. Es wurde jetzt der P2P Dienst „Cybersky TV“ verboten (und mit der Begründung wohl alle zukünftigen Entwicklungen), weil man damit auch geschütztes TV Material an andere Leute verteilen kann. Mit diesem Verbot ist zwar nun Premiere ganz toll geschützt, andererseits hat man somit auch der Grundlage für den Schritt des TV ins Web schwere Steine in den Weg gelegt.

Andererorts ist dies noch nicht verboten und mittels P2P-Fernseh-Programmen wie z.B. Joost werden Fernsehprogramme (auch legale die Extra für diesen Zweck ausgestrahlt werden) verteilt und in allen Enden der Welt gesehen. Der Schritt vom klassischen TV zum globalen Internetfernsehen. Die ist mit dem Verbot leider in Deutschland unmöglich geworden. Schade! Hoffen wir mal, dass die Sender das gesetzlich verordnete Stillsitzen nicht ebenso bereuen werden, wie ihre Printmagazinkollegen.

 

Andreas Poschen ist ein Spezialist für Konzeption, E-Commerce, UX und Digital Marketing aus Aachen. Er arbeitet als Product Owner Smart Home für Web, iOS und Android bei einem IT-Mittelständler und schreibt in diesem Blog über seine Arbeit als PO und seine Gedanken. Folgt ihm gerne auf:

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